Die neue Grundsteuer kommt

Der Jahreswechsel bringt so einige Erneuerungen mit sich, eine davon ist die Reform der Grundsteuer. Betroffen sind davon fast alle – der Grundstücksbesitzer mit seinem Eigenheim und der Mieter, der die Steuer vom Vermieter in seiner Nebenkostenabrechnung umgelegt bekommt.  

Was bringt die Grundsteuerreform mit sich? Wer muss handeln?

Zum 01.01.2022 sind bundesweit alle Grundstücke neu zu bewerten und ab dem Jahr 2025 löst der sogenannte Grundsteuerwert den bisherigen Einheitswert ab. Dies resultiert aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10.04.2018, dass die Vorschriften zur Einheitsbewertung mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz nicht vereinbar sind.

Das dreistufige grundsteuerliche Besteuerungsverfahren wird auch im reformierten Grundsteuer- und Bewertungsrecht angewandt.

1.      Grundsteuerwertverfahren: Feststellung des Grundsteuerwertes durch das Finanzamt

2.      Steuermessbetragsverfahren: Ermittlung des Steuermessbetrags (Grundsteuerwert x Steuermesszahl) durch das Finanzamt

3.      Steuerfestsetzungsverfahren: Steuermessbetrag x Hebesatz

Die Gemeinden bestimmen im Steuerfestsetzungsverfahren die Grundsteuer und setzen die ab dem Kalenderjahr 2025 geltende Grundsteuer im Wege eines Grundsteuerbescheides fest. Bis Ende 2024 werden der Grundsteuer noch die bisherigen Einheitswerte zugrunde gelegt.

Grundstücksbesitzer haben die Feststellung der Grundsteuerwerte auf den 01.01.2022 vom 01.07.2022 bis zum 31.10.2022 zu erklären. Diese Erklärung können Sie ausschließlich elektronisch übermitteln.

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