Die Steuerfahndung Hamburg ist in Besitz von Vermietungsunterlagen

Wer eine Wohnung, ein Apartment oder Zimmer privat über Airbnb oder ähnliche Anbieter vermietet, ist in der Pflicht, die Einnahmen daraus zu versteuern. Steuerlich gilt diese Praxis als Untervermietung mit einer jährlichen Freigrenze von 520 Euro.

Bisher haben viele in der Praxis ihre Einnahmen aus der Vermietung über Internetangebote nicht angegeben. Anfang September ist es der Steuerfahndung in Hamburg gelungen, die Vermieterdaten eines „weltweit agierenden Vermittlungsportals für Buchung und Vermittlung von Unterkünften“ zu erlangen und verteilt diese nun an die zuständigen Länder. Diese werden die Kontrolldaten mit den erklärten Steuern der jeweiligen Vermietenden abgleichen.

Wer in den letzten 10 Jahren untervermietet hat, sollte über eine strafmildernde oder gar -befreiende Selbstanzeige nachdenken, bevor das Finanzamt einen Steuerbetrug aufdeckt. Dabei ist jedoch einiges zu beachten.

Der §371 der Abgabenordnung regelt die Selbstanzeige und verlangt als Voraussetzung für die Nichtbestrafung, dass per Erklärung alle unrichtigen Angaben der letzten 10 Jahre lückenlos und noch vor dem Bekanntwerden eines Steuervergehens berichtigt werden müssen. Sollten die Steuerbehörden in der Zwischenzeit eine Hinterziehung oder Verkürzung bemerkt haben oder sollte die Berichtigung aller unverjährten Falschangaben nicht vollständig sein, ist lediglich den Steuerfahndern geholfen, aber nicht dem Steuerpflichtigen.

Es ist also ratsam, sich fachkundige Hilfe in Steuerdingen zu suchen. Zu diesem und zu anderen Themen beraten wir Sie gern.

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